Deutschlandtour
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Tag zwei: Flussidylle statt Alpenpanorama

Hochablass in Augsburg

Die Masse der starken Anstiege liegen hinter uns. Stattdessen war es heute ein Tag der Flüsse, Bäche und Wälder. Auf dieser Art nicht weniger schön als gestern. Körperlich stellte die heutige Etappe keine Herausforderungen. Nur die Entwicklung meines Fahrrades stellte das Schöne vom Tag fast vollständig in den Schatten.

Zumindest schöne Socken habe ich

Gegen neun Uhr nahmen wir die Fahrt auf. Auch das Frühstück des Gasthofes zur Alten Post war fantastisch. Ein Blick auf dem Regenradar verriet: Die am Tage angekündigten Schauer sollten von neun bis halb zehn und spät abends kommen. Das große Wolkenband am Morgen sollte uns auch nur so ganz am Rande treffen. So gingen wir frohen Mutes auf die Piste. Natürlich fing es nach zehn Minuten stark an zu regnen. Da wir dachten, es dauere nur fünf Minuten, verzichteten wir auf Regenkleidung. Nun gut: Nach zwanzig Minuten Dauerregen waren wir klitschnass. Anschließend kam nicht nur die Sonne raus, sondern es begannen nervende Anstiege, so dass die Kleidung schnell trocken war, zumindest vom Regen. Der Rest des Tages war die Sonne ein willkommener Begleiter unserer Tour.

Nach zehn Kilometern kam der angekündigte Mörderanstieg, der uns zum Schieben zwang. Danach war aber (zumindest für Heute) Schluss mit dem bösen Anstiegen. Erst begleitete uns der Lech mit schönen Brücken und klarem Wasser, anschließend ging es in den Wald und Bäche, wie man sie eigentlich nur aus den Bergen kennt, mischten sich in die Waldatmosphäre.

Da war meine Laune noch gut

10km vor Augsburg machte meine Kettenschaltung erste Probleme, später kam ein Knarzen im Bereich der Pedale hinzu. Dieses Knarzen nahm immer mehr zu. Ich tippe mal auf das Tretlager. Schon wieder eine wesentliche Panne an meinem Fahrrad. Schon wieder kann ich diese nicht mal eben beheben (Neben eines fehlenden Tretlagers, bedarf es für den Tausch auch noch zwei Spezialwerkzeugen). Und das an einem Sonntag. Es frustriert und macht wütend. OK, das Fahrrad ist zwanzig Jahre alt, aber müssen sich diese Defekte ausgerechnet jetzt häufen? So konnten wir heute nicht die Hundert voll machen (oder sogar mehr) und auch Morgen können wir erst Recht spät losfahren, weil ich ja erst in eine Werkstatt muss. Die Frage ist zusätzlich noch, ob die Werkstatt das Fahrrad sofort repariert bzw. sofort reparieren kann. Kurzum: Der wiederholte Defekt hat mich heute sehr wütend gemacht. Am liebsten hätte ich das Ding in den Lech geschoben und Morgen ein neues gekauft. Aber selbst das geht nicht so einfach, weil diverse Teile umgebaut werden müssen (Meine Gepäcktaschen passen z.B. nicht an jeden normalen Gepäckträger). Auch nach etwas zeitlichen Abstand und einem super leckeren Brez´n Schnitzel (paniert mit Brezel und mit Meerrettich gefüllt) bin ich noch am überlegen, nach einem neuen Fahrrad zu schauen, wenn es Probleme in der Werkstatt gibt.

Zumindest haben wir heute wieder ein schönes, wenn auch etwas anderes Hotel gefunden. Es ist das Dorint Hotel an der Kongresshalle. Und vielleicht hält ja meine Glückssträhne mit dem Fahrrad (Reparatur dauert länger und/oder Ersatzeile fehlen oder weiß der Teufel was) und wir dürfen eine zweite Nacht hier bleiben.

Hier wieder die Zusammenfassung unserer Tour

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