Via Claudia Augusta Juli 2020
Schreibe einen Kommentar

(K)eine verrückte Idee für Flachlandtiroler

Sommer 2020 und trotz Corona ist eine Tour möglich. Mehr oder weniger spontan entscheiden wir uns für eine Alpenüberquerung. Enden soll die Tour in einem unserer Lieblingsorte: Riva der Garda. Ein Vorbericht.

Ich kann mich nur noch dunkel erinnern. Es war auf dem Rheinradweg, auf einer Etappe. Es war schönes Wetter und ein Augenblick, in dem ich die Fahrt so unendlich genoss. Der Gedanke schoss mir irgendwie plötzlich in dem Kopf: Ja, warum nicht den Via Claudia Augusta zum Gardasee? In diesem Momenten des Genießens auf dem Fahrrad zu sein mit perfekten Umgebungsvariablen. Wie kann es sonst dazu kommen,  so konsequent die doch so offensichtlichen Strapazen einer Alpenüberquerung zu unterschätzen, ja fast ignorieren. Ich erinnerte mich wieder an dem Moment, als wir im Zug von München nach Füssen saßen, um von dort aus unsere Deutschlandtour nach Hause zu starten. Da war der Mann mit seinem Sohn, der uns von ihrer Alpenüberquerung erzählte, als ob er gerade einen gemütlichen Sonntagsspaziergang vorhat. Natürlich waren Daniela und ich voller Bewunderung, so etwas -aus unserer Sicht unmögliches – tatsächlich durchzuführen. Voller Vorfreude auf die Tour, tat er unsere Bewunderung als „ach, das ist nicht wirklich schwer“ ab. Und in diesem Moment auf dem Rheinradweg gab ich ihm erstmals Recht. Eigentlich ist das doch gar nicht so schwer. Schließlich hatten wir uns auf der Deutschlandtour auch durch die ein oder andere Steigung durchgekämpft. Dann kann das doch nicht so schlimm sein und die Leute haben auch erläutert, dass es kein Problem sei. Und so malte ich mir die schönen Alpenpanoramen und die Entdeckung der Ufer des Gardasees aus. Ich schwärmte in sturer Ignoranz, dass dieser Vater im Füssen-Zug 15 Jahre jünger und doppelter Anzahl an Kilogramm leichter war, kurzum seine körperliche Verfassung einem Ferrari glich während ich vom Typ Dampflock bin. Egal, jetzt ziehen wir das durch.

Nun sind es noch 11 Tage bis es los geht. Trotz großer Aufregung wegen der bevorstehenden Anstrengung freuen wir uns riesig. Seit der Entscheidung sind fünf Wochen vergangen. Wir haben die Zeit so gut es geht genutzt, um genügend Fitness aufzubauen. Neben eines straffen Abnehmprogrammes und fünf bis sechsmal Sport in der Woche, machen wir sogar einmal die Woche an dem in unserer Nähe befindlichen Kleinberg „Olymp“ in der Wingst.. .

.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.