Allgemein, Via Claudia Augusta Juli 2020
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Der Tag davor

Gemütliches Einstimmen in Füssen

8. Juli 2020. Wir sind in Füssen angekommen und haben einen schönen Tag in dieser touristischen Stadt verbracht. Urlaub ist das für mich aber noch nicht. Der beginnt Morgen. Unsere Alpenüberquerung.

Da sind wir nun. Wir sitzen gemütlich in einem Restaurant in Füssen und malen uns aus, wie die Tour wird, was sie uns bereiten wird. Meine Befürchtungen, große Qualen auf den Bergpässen zu erleiden, hat sich massiv reduziert. Zum einen fühle ich mich viel fitter und zum Anderen haben wir diverse Erlebnisberichte von Rad-Alpenüberquerungen gelesen und gesehen. Die haben es auch geschafft und wir werden es auch schaffen. Basta!

In den letzten Monaten habe ich bis zu sechsmal in der Woche Sport betrieben. Sei es Joggen, ein online-Fitnessprogramm mit Detlef Soost (oh mein Gott, der ist so das Gegenteil von authentisch) oder am heimischen Olymp in der Wingst Fahrrad-Bergtraining. Ich fühle mich bereit und freue mich natürlich. Die Wetterprognosen sind vorsichtig positiv. Also was soll jetzt noch schief laufen.

Wie letztes Jahr die Deutschlandtour fängt auch dieses Jahr unsere Tour in Füssen an. Nur eben nicht Richtung Norden, sondern mitten in die Alpen und dann übers Trentino an den Gardasee. Via Claudia Augusta heißt der Weg. Früher wohl Route der Römer zur Überquerung der Alpen, heute touristischer Weg für Wanderer und Radler. Eigentlich beginnt dieser Radweg in Donauwörth. Weil wir aber schon letztes Jahr die Strecke Donauwörth – Füssen (nur eben andersrum) gefahren sind, starten wir nun in Füssen. So fahren wir nicht 515 km sondern nur 401 km. Während die Radler auf der ursprünglichen über 100km sich einfahren können, bevor es anspruchsvoll wird, beginnt es für uns relativ rasch mit herausfordernden Anstiegen. Besonders sind dabei die beiden Bergpässe „Fernpass“ (gleich am ersten Tag) und der „Reschenpass“ am zweiten Tag. Insgesamt 2.850 Höhenmeter sind zu überwinden. Fünf Tourtage haben wir geplant. Insgesamt stehen uns aber elf Tage zur Verfügung. Einen Pausentag haben wir berücksichtigt und den Rest wollen wir am Gardasee verbringen, um unsere Wunden zu lecken äh um einen schönen Ausklang an einen unserer Lieblingsurlaubsorte zu genießen.

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