Via Claudia Augusta Juli 2020
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Highspeed auf der Fahrradautobahn – Nauders nach Meran

Saftige Wiesen vor einem Alpenpanorama
Los geht es bei blauem Himmel

86km ab Kilometer 7 fast nur bergab oder zumindest eben. Obwohl wir noch mitten in den Alpen sind, war heute eine entspannte Tour ins italienische Meran.

Es begann kalt und endete heiß

Obwohl durchgehend keine Wolke am Himmel zu sehen war, waren die Bedingungen heute am Tag sehr unterschiedlich. Morgens für mich viel zu kalte 10 Grad, bei Ankunft in Meran nahezu 30 Grad.

Blauer Himmel und Idylle
Idylle pur

Die Alpen haben sich am dritten Tag verändert. Während insbesondere von Imst nach Nauders die Berge sehr schroff waren, werden sie nun „weicher“ und mit mehr grünen Gipfeln. In Österreich waren die Wege sehr idyllisch, in Italien sind sie sensationell gut geworden. Man hat fast das Gefühl auf einer Fahrrad-Autobahn zu sein. Sie sind durchgehend asphaltiert, an beiden Seiten Begrenzungslinien und häufig sogar Mittelstreifen. An Kreuzungen sind die Fahrbahnen rot und Begrenzungszäune verhindern, dass man auf die falsche Fahrbahn gerät. Selbstverständlich gibt es Abbiegespuren und Sperrflächen.

Richtig toll ist aber der Zustand und die Wegführung. Obwohl sie nun wirklich an schönen Ecken vorbeiläuft, sind sie extrem gerade und laden zum Gas geben ein. Einziger Nachteil ist, dass nicht nur wir die Strecke genossen, sondern halb Italien unterwegs war (Sonntag eben). Aufgeteilt waren sie zu jeweils 1/3 Mountainbike-, Rennradfahrer und Familien mit Anhänger oder mit Minifahrräder für die Kinder. An den Seiten gab es gemütliche (natürlich ausgeschilderte) Rastparkplätze genauso wie Bikegasthöfe und Selbstbedienungsstellen mit Apfelsaft.

Der Fluss Etsch in Italien
Die Etsch war fast den ganzen Tag unsere Begleitung

Ort zum Verlieben

Anfangs waren die italienischen Orte kleine Dörfer, deren Häuser eng aneinander gebaut waren und nur kleine Gassen uns den Durchlass erlaubten. Einfach toll. Später wurden die Dörfer moderner, schicke Cafés luden zum einkehren ein.

Ein beliebtes Panorama auch für uns: Daniela und ich vor dem versunkenen Kirchturm

Die Grenze zwischen Österreich und Italien war mal wieder nur an einer Italienflagge zu erkennen. Kurz darauf erschien der Reschensee. Dieser wurde 1950 zu einem Stausee erweitert. Dabei musste ein ganzes Dorf weichen und wurde überspült. Einziges Überbleibsel aus dieser Zeit ist nur der Kirchturm, der wie ein Felsen aus dem See rankt. Surreales Bild.

Meran: Eine Stadt mit zwei Hintergründen

Die Brücke als Einfahrtstor nach Meran
Meran wie auf einer Postkarte

Weil wir so gut und schnell fahren konnten, waren wir relativ schnell an unserem Ziel: Meran. Es ist eine spannende Stadt, die sowohl sprachlich, kulinarisch wie auch kulturell zwischen Italien und Tirol festhängt. Mit deutsch kommt man hier gut voraus und speisen kann man entweder typisch italienisch oder traditionell Tiroler Art. Meran macht aber zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass es nicht das eine noch das andere ist. Die bilaterale Art macht den Charme Merans aus und ist deshalb auf erfrischende Art anders. Ich mag Meran.

Wie immer, die Tour im Überblick:

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