Wochenendtouren
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Von der Nordsee in die Weser – Von Cuxhaven nach Bremen

Die Auswahl an spannenden Touren ist schwierig, wenn sie erst Freitag nach Ausübung des Jobs begonnen werden kann. Wir sind dennoch fündig geworden: Die Strecke von Cuxhaven nach Bremen bietet mit ihren „nur“ 130 Kilometern eine überraschende Menge an Eindrücken.

Der erste Tag

Freitag 11.09.2020, früher Nachmittag
Per Zug sind wir nach Cuxhaven gelangt. Da wir beide noch bis mittags gearbeitet haben kamen wir erst um 15 Uhr dort an.
Vom Bahnhof aus mussten wir nur noch wenige Kilometer zur Elbmündung bzw. Nordsee fahren. Am Wahrzeichen von Cuxhaven, der Kugelbake ging es dann richtig los. An schier endlosen Urlaubsstränden und Promenaden vorbei ging es endlich in die Landschaft Richtung Bremerhaven.

Der Hafen von Wremen

Wir kamen an lustig klingenden kleinen Orten wie Arensch und Berensch vorbei. Streiften Nordsee-Urlaubsorte wie Dorum, Spieker-Neufeld oder Wremen.

Schon kurz hinter Wremen und noch lange vor Bremerhaven waren die ersten riesigen Hafenkrane in der Ferne zu erkennen.
Dort angekommen überragten die großen Container-, Autotransport- und Kreuzfahrtschiffe den Hafenbereich. Es zeigte sich eine Kulisse zum Staunen. Wir sahen wie einige der sicher mehreren tausend Autos und Landmaschinen in riesige Schiffsmäuler gefahren wurden. An anderer Stelle kamen wir an amerikanischen Oldtimern vorbei. Auch die Kreuzfahrt Terminals waren interessant.

Schließlich fuhren wir durch die Bremerhavener Innenstadt und erreichten endlich unser Tagesziel. Ein Hotel im touristisch umgebauten alten Fischereihafen, dem sogenannten „Schaufenster Fischereihafen“. Schnell verfestigte sich unser Eindruck, dass es eine gelungene Umgestaltung war.
Standesgemäß ließen wir den Abend in einem hervorragenden Fischrestaurant ausklingen. 58 km waren am ersten Tag geschafft.

Restaurants am Alten Fischereihafen Bremerhaven
Ein tolles Fischrestaurant neben dem anderen


Der zweite Tag

Samstag 12.09.2020
Ausgeruht nahmen wir am frühen Morgen die 75km lange Fahrt nach Bremen auf.
Der Yachthafen und die vielen Ufer nahen Wohnungen mit Blick auf Hafen und Weser taugten schon für „hier kann man es aushalten“ – Gefühle.

Blick zurück auf Bremerhaven


Doch schnell wich die Stadtkulisse einem Landschaftspanorama. Auf der rechten Seite Deich, auf der linken Seite Wiesen, Felder und Seen. Wäre nicht zwischendurch ein ungemütlicher Wind aufgekommen, hätten wir vielleicht überlegt, in einem der Seen ein kühles Bad zu nehmen. So hübsch dieser Weg am Weserdeich war, so zogen sich teilweise die Kilometer weil es wenig wirkliche Abwechslung gab.

Der Hafen von Sandstedt


Doch auch das ein oder andere Highlight begegnete uns an diesem Tag.
Ein schönes Panorama lieferte zum Beispiel der Hafen von Sandstedt mit seinen vielen Bänken und Buden.

Symbol für den Wesertunnel am Fahrradweg

Spannend war auch der Wesertunnel bei Loxstedt. Fast wären wir an dieser Stelle vorbei gefahren. Auf der oberen Seite unser idyllischer Radweg mit Deich und Wiesen. Doch ein Blick nach links: was ist das denn für ein Tor? Wir fuhren hin und staunten. Hinter dem vermeintlichen Tor und der Infotafel blickten wir nur wenige Meter nach unten in eine viel befahrene Einfahrt in den riesigen Tunnel unter uns.

Zwischen Bremerhaven und Bremen gibt es nicht viele Möglichkeiten auf die andere Seite der Weser zu gelangen. Für den schnellen Autoverkehr ist der Wesertunnel da. Außerdem gibt es einige Fährverbindungen wie Bremerhaven-Nordenham oder Sandstedt-Brake.

Ebenso überraschend erreichten wir später dann auch den U-Boot Bunker Valentin in Bremen-Farge. Riesige Betonklötze mit einer derartigen geschichtlichen Bedeutung hätten wir hier nicht erwartet. Der Bunker Valentin wurde 1943-45 hauptsächlich von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen als U-Boot Werft errichtet. Leider war die Denkstätte geschlossen, so dass wir keine Innenansichten bekamen. Ein Besuch dort lohnt sich aber auf jeden Fall.

Blick von der Hafenpromenade in Vegesack

Kurz vor Bremen dann noch das touristische Vegesack. Mit schicken Hotels, Restaurant und einer tollen Uferpromenade bot es ebenfalls ein schönes Panorama.


Am Nachmittag kamen wir in der vollen Innenstadt von Bremen an. Da wir den Tag über viel gegen Gegenwind ankämpfen mussten, verzichteten wir aber auf ein umfängliches Sightseeing. Ein kurzer Blick auf die historischen Bauten in der Innenstadt musste genügen.
Den Abend schlossen wir dann in einer gemütlichen Tapas-Bar im wundervollen Schnoorviertel mit viel zu viel aber äußerst leckeren Aioli ab.

Der Abschluss, Sonntag 13.09.2020

Hauptbahnhof Bremen
Bremer Hauptbahnhof

Unser Fazit der Tour von Cuxhaven nach Bremen


Von Cuxhaven nach Bremen war eine schöne Tour, die -mal wieder- von vielen optischen Eindrücken geprägt war. Von uns bekommt sie eine absolute Empfehlung. Cuxhaven als Startort ist gut mit der Bahn zu erreichen und natürlich ist der Anschluss von Bremen hervorragend. Wer will, kann die Tour als Teil des Weserradweg verlängern. Die Städte Cuxhaven, Bremerhaven und natürlich Bremen sind tolle Städte, in denen man sich nach einer Tour oder im Rahmen eines Pausentages wohl fühlt.


Jede für sich hat schöne, interessante Ecken zu entdecken. In Cuxhaven und Bremerhaven muss man vielleicht ein bisschen genauer hinsehen. Bremen besticht nicht nur durch die wunderbare Altstadt. Hier gibt es noch vieles mehr zu sehen. Den Bürgerpark, das Universum, das Blockland ist toll zum Fahrrad fahren. Auch shoppen lässt es sich hervorragend.


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