München - Venedig, Alpe Adria Juli 2021
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Mit der Fahrrad-Bahn nach Villach

Straße mit Regenschirmen

oder: ab durch den Berg ins sonnige Kärnten

Am vierten Tag auf dem Alpe Adria Radweg waren die dunklen Wolken wieder da. Es regnete schon als wir aus dem Hotel kamen und die Wettervorhersage versprach noch mehr davon. Es schien aber eine Lücke zu geben und wir radelten ganz optimistisch los. Für diesen Tag hatten wir uns Villach als Ziel vorgenommen, was eine 107 Kilometer Tour versprach. Erstmal ging es noch etwa 20 Kilometer weiter nach oben, wie schön. Zunächst nach Bad Gastein und von dort nach Böckstein zur Autoschleuse Tauernbahn. Dies ist ein Zug, der durch den Berg ca. 7 Kilometer nach Mallnitz führt. Neben dem Auto- und Motorrad Transport werden natürlich auch Fahrräder und Fußgänger mitgenommen. Nachdem wir im Warteraum die nassen gegen trockene Klamotten gewechselt haben ging es auch schon los.

Am Bahnhof Mallnitz angekommen ging es erstmal kilometerweit Bergab….herrlich!!! Und es war nicht nur trocken sondern wurde sogar sonnig. Wir waren in Kärnten. Im Tal folgten wir mal wieder einem Fluss: der Möll. Nach den letzten Tagen mit extremen aufs und abs war es jetzt fast flach. Auf der Möll waren jede Menge Gruppen in Rafting Booten unterwegs, die wir immer wieder sahen. Die hatte offensichtlich auch ihren Spaß. Nach einer kurzen Pause am Ufer der Möll fuhren wir weiter durch die herrliche Landschaft.

Die Möll kurz vor dem Fließen in die Drau

Die Möll floss in die Drau und wir wollten in Spittal an der Drau eine (schon fast späte) Mittagspause machen. Kurz vor Spittal zogen auch schon wieder dunklere Wolken auf, so dass es auf jeden Fall passte. Außerdem hatten wir schon wieder 70 Kilometer in den Beinen.
Eigentlich hatten wir beide in Erinnerung, dass Spittal sehr schön sein soll. Wir hatten während der Planung sogar in Erwägung gezogen dort einen Pausentag zu verbringen, uns dann aber für Villach entschieden. Was wir in und von Spittal sahen war eher ernüchternd und nicht besonders schön. Dazu waren noch die wenigen Gaststätten, die wir fanden entweder geschlossen oder schlossen bald. Ja, es war fast 14 Uhr, aber etwas zu Essen in gemütlicher Atmosphäre sollte uns doch wohl gewährt werden. Wurde nicht. So kehrten wir nach sinnlosen herumgefahre schließlich in einem Subway im Industriegebiet ein. Essen ja, gemütlich nein. Es regnete dann auch noch. Naja, die letzten 40km wollten wir uns doch nicht versauen lassen, was aber leichter geschrieben als in die Tat umgesetzt war. Regen, aufgeweichte Kieswege, Matschpfützen durch Wälder….es gibt schöneres. Das schönste war am Ende das Ankommen in Villach.


Villach gefiel uns richtig gut und wir freuten uns auf auf den kommenden Pausentag.

Ein paar Fakten: Villach liegt an der Drau und ist die zweitgrößte Stadt Kärntens. Durch die Nähe zu Slowenien und Italien herrscht eine fast mediterrane Kultur. Die Straßen der Altstadt sind interessant gestaltet mit verschiedensten Deko-Elementen. Auch gibt es viele schöne kleine Läden.

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