Autor: Daniela

Wir haben es geschafft!

Nach einem liebevoll gestalteten Frühstück im Hotel Zur Mühle in Sittensen brachen wir zu unserer letzten Etappe dieser Tour auf. Es war nass und windig. Norddeutsches Schietwetter eben… Es ging immer mal durch Waldstücke aber insgesamt reichte ein mal mehr mal weniger starker Regen vor allem auf freiem Feld aus, dass wir tatsächlich das einzige Mal richtig durchnässt wurden. Auch das viele Fahren an und auf Straßen machte die Strecke für mich nicht attraktiver. Ab hier kannte selbst ich die kleineren Ortschaften. Die Umgebung an sich hatte sowieso nicht mehr die Priorität. Innerlich waren schon die letzten Tage kleine Abschiede aber jetzt war er da, der Moment des Ankommens, das Ende des scheinbar so unendlich langen Weges. Stolz und Wehmut fuhren Hand in Hand die letzten Kilometer mit. Für ein Fazit sind wir zur Zeit noch zu überwältigt. Hier nur ein paar Zahlen: wir waren 18 Tage unterwegs (davon drei Pausentage), insgesamt fuhren wir 1220km und übernachteten in 14 Hotels.

Von der Leine in die Heide

Später als normalerweise starteten wir heute morgen in Hannover. Angepeilt hatten wir zunächst wieder ungefähr 100km, aber weder der Weg, noch das Wetter und noch die Zeit sprachen dafür. Aus Hannover herausgefahren, stellten wir fest, dass wir nun wirklich wieder in Norddeutschland sind. Hauptsächlich flache Wege, die Kilometerweit zu übersehen sind und Wind. Irgendwie hatten wir die vergangenen zwei Wochen keinen Wind. Ich für meinen Teil finde den tatsächlich inzwischen fieser als jegliche Steigungen. Denn die sind irgendwann zu Ende und im günstigsten Fall gibt es sogar noch eine schöne Abfahrt. Aber der Wind hört nicht auf, geht nicht vorbei. Je nach Strecke natürlich am liebsten von vorn oder schräg von der Seite. So war der Weg entlang des Leine-Heide Radweges heute weniger von schöner Natur sondern mehr von der flachen, fast langweilig wirkenden Landschaft und den wechselnden Winden und Untergründen geprägte . Wenn es nämlich nicht schnurgerade durch weiter Felder mit Gegenwind ging, fuhren wir durch Wälder mit Kies- oder lockeren Waldboden. Da nervte nicht der Wind sondern der Untergrund. Auch die Ortschaften, die …

Vom Main zur Saale und in die Rhön

Nach dem Relaxtag gestern ging es heute wieder auf die Räder. Knapp 100km bis nach Bad Kissingen hatten wir uns vorgenommen. Zunächst ging es ganz flach und sehr hübsch am Main entlang. Wir durchquerten Karlstadt ein mittelalterliches Städtchen nach Karl dem Großen benannt und wirklich sehr reizvoll. Weiter am Main und, wie wir feststellten, auch durch den Spessart fuhren wir nach Gemünden am Main, wo wir eine Mittagspause machten. Da drinnen im Lokal alles voll mit einer großen Radgruppe war, mussten wir draußen sitzen. Für Gemütlichkeit war es zu kühl und es fing auch noch an zu nieseln, aber das Essen schmeckte und wir hatten unsere Pause. In Gemünden verließen wir den Main und folgten von da an der Fränkischen Saale. Die Landschaft blieb sehr grün, sehr flach und es ging durch hübsche kleine Ortschaften. Nach 72km erreichten wir Hammelburg, das als älteste Weinstadt Frankens bekannt ist. Hier war die Landschaft tatsächlich von Weinbergen geprägt, und es gab mehrere kleine Direktverkaufsläden der ansässigen Winzer. Leider (oder zum Glück?) können wir keine Flaschen mitnehmen, es wäre …

Was wir mitnehmen

Drei Wochen Urlaub – wenig mitnehmen. Dem scheinbaren Widerspruch ein Schnippchen schlagen. Jedes Gramm weniger hilft. Das Bestücken unserer Gepäcktaschen mit dem einerseits Nötigen andererseits wirklich nur Nötigsten haben wir auf zahlreichen kürzeren Touren immer weiter optimiert. Man(n) braucht nicht viel (Frau etwas mehr…. darüber schweigen wir lieber) um knapp drei Wochen auf dem Rad unterwegs zu sein. Da wir weder zelten noch kochen fällt schon einmal einiges an potentiell schweren Dingen weg. Was bleibt sind Klamotten fürs radeln und für abends, Ersatzschuhe, Waschtasche, Reiseapotheke, Regenzeug, technische Gerätschaften samt Kabeln, Ersatzschläuche, etwas Werkzeug und persönliche Kleinigkeiten. Für die kleine Wäsche haben wir Reisewaschmittel im Gepäck, ansonsten setzen wir auf Merino-Shirts. So haben wir nicht mehr dabei als auf einer 5-Tage Reise. Eine genaue Aufstellung folgt noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Das vorgezogene Ende der Deutschlandtour

Im Sommer wollen wir eine ganz besondere Radreisen starten. Die längste, die wir bisher gemacht haben. Wir wollen von einmal durch ganz Deutschland fahren. Und zwar von Füssen nach Himmelpforten ( unserem Wohnort). Eine Deutschlandtour von Süd nach Nord endet aber doch keinesfalls in Himmelpforten fast an der Elbe, da fehlt doch was. Und das stimmt! So haben wir das Stück „Dänische Grenze bis Himmelpforten“ in einer fünf Tagestour bereits im Mai erledigt.Dafür sind wir mit dem Zug nach Klanxbüll gefahr Von dort waren es etwa 7km bis an die dänische Grenze nördlich von Rodenäs.Hier begannen wir sozusagen offiziell unsere Deutschlandtour 2019. Erste Übernachtungsstation war Husum, was uns sehr gut gefallen hat. Von dort es am nächsten Tag weiter nach St. Peter Ording, auch liebevoll SPO genannt. Dort haben wir allerdings nich übernachtet. Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand und der Promenade radelten wir weiter in das Örtchen Welt. Dort fanden wir nicht nur eine günstige Unterkunft sondern hatten auch einen kurzen Weg zu unserem liebsten Tapas Restaurant: Tapas No5 in Garding. Der dritte Tag …