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Letzter Akt der Via Claudia Augusta, Trient zum Gardasee,Tag 5

Tatsächlich angekommen! Nach fünf Tagen und ca. 400 km haben wir unserer Radreise Via Claudia Augusta und gleichzeitig unserer erste Alpenüberquerung gemeistert. Der letzte Tag verlief weitestgehend unspektakulär. Das Ziel ist erreicht Was aus als blödsinnige, spontane Idee entstand, fand nun Realität. Wir sind tatsächlich Alpenerprobt. Fast standesgemäß haben wir heute unsere verdiente Belohnung erhalten: Die Ankunft am Gardasee und fünf Tage Urlaub an einen der schönsten Orte überhaupt. Auf der letzte Etappe der Tour de France ist es Tradition, dass nicht mehr angegriffen wird. So steht der Sieger vorher schon fest. Auch wir wussten heute Morgen, unseren Erfolg kann uns keiner mehr nehmen. Auch die heute Strecke von 48 geplanten Kilometern stellte keine größere Herausforderung mehr dar. Die Attraktivität konnte an die Vortage nicht anknüpfen So richtig spannend war der heute Tag dann auch wirklich nicht mehr. Das von gestern bereits bekannte Bild wiederholte sich auf den ersten Teilen der Strecke. Auf der einen Seite die Etsch, auf der anderen Seite die Berge -vielleicht noch getrennt durch eine Straße und in der Mitte wir …

Gemütliches Einstimmen in Füssen

Der Tag davor

8. Juli 2020. Wir sind in Füssen angekommen und haben einen schönen Tag in dieser touristischen Stadt verbracht. Urlaub ist das für mich aber noch nicht. Der beginnt Morgen. Unsere Alpenüberquerung. Da sind wir nun. Wir sitzen gemütlich in einem Restaurant in Füssen und malen uns aus, wie die Tour wird, was sie uns bereiten wird. Meine Befürchtungen, große Qualen auf den Bergpässen zu erleiden, hat sich massiv reduziert. Zum einen fühle ich mich viel fitter und zum Anderen haben wir diverse Erlebnisberichte von Rad-Alpenüberquerungen gelesen und gesehen. Die haben es auch geschafft und wir werden es auch schaffen. Basta! In den letzten Monaten habe ich bis zu sechsmal in der Woche Sport betrieben. Sei es Joggen, ein online-Fitnessprogramm mit Detlef Soost (oh mein Gott, der ist so das Gegenteil von authentisch) oder am heimischen Olymp in der Wingst Fahrrad-Bergtraining. Ich fühle mich bereit und freue mich natürlich. Die Wetterprognosen sind vorsichtig positiv. Also was soll jetzt noch schief laufen. Wie letztes Jahr die Deutschlandtour fängt auch dieses Jahr unsere Tour in Füssen an. Nur …

Ein schwerer Abschied

Nach 21 Jahren bin ich bei einer außergewöhnlichen Gelegenheit schwach geworden. Simplon ersetzt Merida. Würde ich ein Tester sein, würde ich mich für Fahrradwerkstätten entscheiden. Das Ergebnis wäre jedoch, zumindest bislang, desaströs. Letzte Woche durfte ich wieder einen Beweis erhalten. Auch aus diese Erfahrung entschloss ich mich zu einem seit längeren fälligen Schritt. Schon während der Deutschlandtour wurde in mehreren Werkstätten festgestellt, dass der Steuersatz meines Fahrrades (quasi das Gelenk für den Lenker) defekt ist und erneuert werden muss. Weiterhin funktionierte die Schaltung seit einiger Zeit nicht so, wie sie es soll. Gerade auf der kommenden Tour mit vielen Anstiegen, kommt der Schaltung eine große Bedeutung zu. Also brachte ich Das Fahrrad in die Werkstatt. Und wenn es dort schon ist, bat ich auch um eine Inspektion. Den Namen der Werkstatt nenne ich mal besser hier nicht. Als ich das Fahrrad wieder abholte, hatte ich schon so eine Vorahnung. Meine Testfahrt direkt vor der Werkstatt bestätigte mich: Die Schaltung machte nach wie vor Probleme. Es wurde daran nichts gemacht. Ein Nachstellen vom Mechaniker brachte dann …

(K)eine verrückte Idee für Flachlandtiroler

Sommer 2020 und trotz Corona ist eine Tour möglich. Mehr oder weniger spontan entscheiden wir uns für eine Alpenüberquerung. Enden soll die Tour in einem unserer Lieblingsorte: Riva der Garda. Ein Vorbericht. Ich kann mich nur noch dunkel erinnern. Es war auf dem Rheinradweg, auf einer Etappe. Es war schönes Wetter und ein Augenblick, in dem ich die Fahrt so unendlich genoss. Der Gedanke schoss mir irgendwie plötzlich in dem Kopf: Ja, warum nicht den Via Claudia Augusta zum Gardasee? In diesem Momenten des Genießens auf dem Fahrrad zu sein mit perfekten Umgebungsvariablen. Wie kann es sonst dazu kommen,  so konsequent die doch so offensichtlichen Strapazen einer Alpenüberquerung zu unterschätzen, ja fast ignorieren. Ich erinnerte mich wieder an dem Moment, als wir im Zug von München nach Füssen saßen, um von dort aus unsere Deutschlandtour nach Hause zu starten. Da war der Mann mit seinem Sohn, der uns von ihrer Alpenüberquerung erzählte, als ob er gerade einen gemütlichen Sonntagsspaziergang vorhat. Natürlich waren Daniela und ich voller Bewunderung, so etwas -aus unserer Sicht unmögliches – tatsächlich …